Abstract und Fragen der Redaktion: Die Benachteiligung der Frauen in der Arbeitswelt ist nach wie vor eine Realität. Was können wir dagegen tun? Sind Quoten oder Boykotte eine Lösung? Die Frauen könnten selber mehr tun, um die Geschlechtergleichheit herzustellen.
Fragen:
• Erleben Sie, dass sich die Geschlechterdiskriminierung in der Arbeitswelt heute tatsächlich verringert?
• Haben die Frauen es selbst in der Hand, die Diskriminierung zu beenden?
Wie sozial ist eine Wirtschaft, in der Frauen durchschnittlich 24 % - in Franken 1'747 – weniger verdienen im Monat als Männer und 40 % dieser Lohnunterschiede nicht erklärbar und somit tendenziell diskriminierend sind? Wie sozial ist eine Wirtschaft, die gut bis sehr gut ausgebildete Frauen nicht voll umfänglich integriert und sie produktiv arbeiten lässt? Und wie volkswirtschaftlich sinnvoll und vernünftig?
Die Besetzung öffentlicher Räume mit hohem Symbolgehalt – Wallstreet oder Paradeplatz – lässt uns hoffen, dass sich die Zivilgesellschaft einmischt ins zügellose Finanztreiben. Die Besetzerinnen und Besetzer stellen öffentlich die Frage nach unserer persönlichen Haltung und unserem Engagement – besetzen wir mit? Und wenn ja, was? Und wenn ja, wozu? Und sie haben neue Formen der Kommunikation ausprobiert, die die Menschen einander näher bringen.
Die Fragmentierung der Arbeit in Jobs, Projekte, Teilzeitstellen, befristete Auf-gaben und Arbeit auf Abruf wirkt sich auf soziale Zusammenhänge aus und verun-möglicht vielen Menschen den Aufbau einer kontinuierlichen Berufsbiografie.
Abstract und Fragen der Redaktion: Alle reden von der Wiedereingliederung Invalider in den Arbeitsmarkt und sehen sie gesetzlich vor. Aber die Gesellschaft will keine wirkliche Integration. Alles bleibt bei Appellen an die Freiwilligkeit. Das Problem wird nur verwaltet.
- Stimmt das mit Ihren persönlichen Erfahrungen überein?
- Sehen Sie eine Alternative?
Ich knüpfe mit meinen Überlegungen an die politischen Entscheide der Wintersession des National- und Ständerats an: mit der beschlossenen Revision des Invalidengesetzes sollen rund 17'000 Personen, die heute eine Invalidenrente beziehen, diese Rente verlieren und wieder in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Grundsätzlich eine ausgezeichnete Idee, die dem Grundsatz "Arbeit vor Rente" folgt.
